Stadt
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Die Bürger einer Stadt verbrauchen täglich Nahrung und zahlen im Gegenzug Steuern (Gold), Städte wandeln also Nahrung in Gold um und das zu einem deutlich besseren Kurs als beim Handel auf dem Marktplatz. Jeder Stadtbewohner "konsumiert" täglich 2 Nahrung und zahlt einen durch den Spieler festgelegten Steuersatz. Dieser Steuersatz kann für jede Stadt separat eingestellt werden.
Zu Beginn ist der Ertrag von Städten eher unbedeutend, erst durch teure Ausbauten wachsen die Steuereinnahmen und gegen Ende der Runde stellen Städte mit Abstand die beste Goldeinnahmequelle dar. Städte liefern unbegrenzt Gold und benötigen (abgesehen von der Nahrungsversorgung) keine Arbeiter.
Die Einwohnerzahl einer Stadt verändert sich täglich (in Speedrunden mehrmals am Tag) ungefähr um den Wachstums-Prozentsatz, welcher von der Anzahl der Ausbauten und dem eingestellten Steuersatz abhängt. Voraussetzung für das Wachsen ist, dass genügend Platz für neue Einwohner vorhanden ist, es ist also wichtig rechtzeitig Häuser zu bauen. Vor allem kleine Städte wachsen langsam (Prozentuales Wachstum), bis eine Stadt richtig Gold abwirft vergeht etwa ein Monat! Daher ist es wichtig rechtzeitig mit dem erobern und ausbauen von Städten zu beginnen. Die Menge an Gold, die eine Stadt täglich abwirft ist nicht von der Anzahl der Provinzen, die sich im Besitz des Spielers befinden abhängig.
Sollte zum Berechnungszeitpunkt weniger Nahrung auf dem Spielerkonto vorhanden sein, als von den Städten benötigt wird, verlieren diese 50% der Einwohner, die nicht mit Nahrung versorgt wurden. Fehlen also zum Beispiel 1000 Nahrung, so verliert der Spieler 250 Einwohner.
Hinweis
Städte sind nicht mehr offen auf der Karte zu sehen, sondern erst wenn sie sich nicht mehr im "Nebel des Krieges" sind.
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Städte erobern
Städte kann man in der Sektoransicht leicht erkennen (Burggrafik statt Wiese). Jede neutrale Stadt wird von 300 Einheiten bewacht. Das Verhältnis der Truppentypen entspricht der von normalen neutralen Provinzen: 60 Bogenschütze, 60 Axtwerfer, 60 Speerträger, 60 Schwertkämpfer, 30 Ritter, 30 Weiße Wölfe. Man sollte also Städte nicht mit weniger als 500 Soldaten angreifen, hier lohnt sich zusammenarbeit mit verbündeten Spielern! Mönche senken die Verluste erheblich.
Die Gebäude
Stadtausbauten kosten immer Stein. Jedes Gebäude (außer Stadtmauern) in einer Stadt benötigt einen freien Bauplatz, in Städten werden aber keine Arbeiter zum Errichten von Gebäuden benötigt. Es gibt keine Bauzeit, nach einem Klick auf das gewünschte Gebäude ist dieses sofort fertiggestellt. Gebäude können nicht wieder abgerissen werden.
Konventionelle Gebäude wie Festungen oder Rüstgebäude können nicht in Städten errichtet werden!
In Städten gibt es 3 verschieden Arten von Gebäuden: Häuser, Manufakturen und Spezialgebäude.
Häuser
Häuser kosten immer 500 Steine und erhöhen den Platz für Bürger um 100 in einer Stadt. Eine unausgebaute Stadt hat immer 500 Einwohner und 5 Häuser, sie fängt also erst an zu wachsen, wenn ein weiteres Haus gebaut wurde. Durch Anklicken der Anzahl an Bürgern in einer Stadt kann man sehen, wieviele Bürger noch in die Stadt passen.
Tipp
Grundsätzlich sollte man versuchen seine Stadt durchgehend wachsen zu lassen, das heißt immer ausreichend Häuser bauen, damit Platz für neue Bürger vorhanden ist. Wieviel Platz man braucht, kann man mit Hilfe des Wachstums recht einfach ausrechnen. Große, voll ausgebaute Städte können durchaus um einige hundert Einwohner am Tag wachsen. Vor allem bei kleinen Städten ist ein durchgehendes Wachstum sinnvoll, weil diese noch sehr langsam größer werden.
Manufaktur
In der Manufaktur arbeiten die Bürger und produzieren dadurch Gold. Genau wie bei den Steuern bekommt man die Einnahmen nur einmal am Tag.
Tipp
Nur wer am Anfang schnell an Gold kommen will, sollte Manufakturen bauen, und selbst dann ist der direkte Abbau von Gold effektiver. Auf lange Sicht lohnt sich das Erhöhen der Einwohnerzahl durch Häuser und Spezialgebäude deutlich mehr. Auf Manufakturen sollte man am besten ganz verzichten, weil Bauplätze bei steigender Größe der Stadt immer mehr Stein kosten und bei sehr grossen Städten fast unbezahlbar werden.
Mauern ausbauen
Eine unausgebaute Stadt hat am Anfang 5 freie Bauplätze. Wurden alle verbraucht, muss man die Stadtmauer ausbauen, um neue Gebäude bauen zu können. Pro Ausbaustufe erhält man 10 neue Bauplätze. Der erste Ausbau kostet 2000 Stein, jeder weitere 1000 Stein mehr (die 2. Ausbaustufe kostet 3000 Stein, die 3. Stufe 4000 Stein usw)
Spezialgebäude (alle anderen)
Durch diese Gebäude erhöht sich die Zufriedenheit der Stadtbewohner und somit auch das Wachstum der Stadt. Welches der Gebäude und in welcher Reihenfolge man baut, ist völlig egal, sie unterscheiden sich lediglich im Preis. Entscheidend ist also nicht welches, sondern wieviele Gebäude man baut. Der Bau einiger der Gebäude setzt voraus, dass ein anderes bereits errichtet wurde. So kann man zum Beispiel die Kirche nur bauen, wenn in dieser Stadt eine Kapelle steht.
Übersicht der Spezialgebäude:
Kapelle 500 Stein -> Kirche 2500 Stein -> Kathedrale 8000 Stein
Wirtshaus 500 Stein -> Theater 2500 Stein
Schule 1000 Stein -> Hochschule 5000 Stein -> Universität 8000 Stein
Feuerwehr 1500 Stein -> Bibliothek 2500 Stein -> Amtsgericht 6000 Stein -> Medikus 7000 Stein -> Münzprägerei 5000 Stein
Hinweis
Im Gegensatz zu der Kirche, die in Provinzen errichtet werden kann, hat die Kirche in einer Stadt keinerlei weitere Auswirkungen im Spiel.
Anhand dieser Tabelle kann man ablesen, wie das maximale Wachstum durch Bauen von Spezialgebäuden steigt und wie hoch man die Steuern setzen darf, ohne daß sich das Wachstum verringert:
| # | Wachstum (%) | Steuer (%) | Zufriedenheit | Kosten | Summe Kosten |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 3,00 | 10 | 50 | 0 | 0 |
| 1 | 3,50 | 10 | 55 | 500 | 500 |
| 2 | 3,75 | 10 | 60 | 500 | 1.000 |
| 3 | 4,00 | 10 | 65 | 1.000 | 2.000 |
| 4 | 4,50 | 10 | 70 | 1.500 | 3.500 |
| 5 | 5,50 | 10 | 75 | 2.500 | 6.000 |
| 6 | 5,50 | 12 | 80 | 2.500 | 8.500 |
| 7 | 5,50 | 14 | 85 | 2.500 | 11.000 |
| 8 | 5,50 | 16 | 90 | 5.000 | 16.000 |
| 9 | 5,50 | 18 | 95 | 6.000 | 22.000 |
| 10 | 7,00 | 10 | 100 | 7.000 | 29.000 |
| 11 | 7,00 | 12 | 100 | 5.000 | 34.000 |
| 12 | 7,00 | 14 | 100 | 8.000 | 42.000 |
| 13 | 7,00 | 16 | 100 | 8.000 | 50.000 |
Insgesamt benötigter Stein um das Wachstum von 5.5% auf 7.0% zu steigern: 23.000
Sonstiges
Anzahl Bürger / Anzahl Manufakturen
Hier steht die aktuelle Anzahl an Stadtbewohnern und Manufakturen. Durch Anklicken der Bürger wird angezeigt, wieviel Bürger maximal in der Stadt wohnen können. Durch Anklicken der Manufakturen kann man sehen, wieviele Bürger in Manufakturen arbeiten und wie hoch die Arbeitslosigkeit ist (welche keinerlei Bedeutung im Spiel hat).
Zufriedenheit / Wachstum
Je höher die Zufriedenheit ist, desto mehr Steuern kann man verlangen, ohne dass das Wachstum kleiner wird. Die Zufriedenheit wird lediglich durch Steuersatz und Anzahl der gebauten Spezialgebäude beeinflusst.
Bei Wachstum steht, um wieviel Prozent sich die Einwohneranzahl verändern wird (wenn genügend Platz für neue Einwohner vorhanden ist). Dieses Wachstum variiert zufällig um ca 5%. Eine voll ausgebaute Stadt hat ein Wachstum von 7%, kann also mit etwas Glück um 12% wachsen. Tendenziell scheint das Wachstum eher über dem angezeigten Wert zu liegen.
Steuersatz
Jeder Stadtbewohner zahlt einmal am Tag Steuern, bei einem Steuersatz von 10% sind das 1.2 Gold pro Bürger. Vorsicht: Je höher die Steuern sind, desto unzufriedener die Einwohner. Bei einem Steuersatz von 99% bekommt man zwar viel Gold, aber die Zahl der Einwohner sinkt um die Hälfte pro Tag. Wie hoch man die Steuern setzen darf, ohne dass das Wachstum leidet, hängt von der Anzahl an Spezialgebäuden ab. (Siehe Tabelle im Abschnitt "Gebäude")
Tipp
Bei einer voll ausgebauten Stadt kann man die Steuern auf bis zu 39% setzen, ohne dass die Stadt kleiner wird. Das kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn das Bevölkerungslimit erreicht ist und man nicht genügend Stein für neue Häuser / Stadtmauerausbauten hat.
Tipp
Sollte eine Stadt von einer feindlichen Übernahme bedroht sein, kann es sinnvoll sein die Steuern auf 99% zu setzen. Dadurch schrumpft die Stadt täglich um 50% und der neue Besitzer wird lange Zeit brauchen um die Stadt wieder zu bevölkern.
Erobern / Brandschatzen
Wird eine Stadt, die sich bereits im Besitz eines Spielers befindet, von einem anderen Spieler erobert, so verliert sie 50% ihrer Einwohner. Beim Brandschatzen verliert sie 10% ihrer Einwohner. [1]
Miliz / Militäraspiranten
In Städten können Milizen ausgebildet werden. Jede Miliz kostet 50 Nahrung und einen Einwohner der Stadt. Es können nur so viele Milizen rekrutiert werden, wie Militäraspiranten vorhanden sind. Die Anzahl der Militäraspiranten wächst täglich, falls auch die Stadtbevölkerung wächst und zwar um ein Zehntel der Bevölkerungszunahme. Eine Stadt die nicht mehr wächst bringt also dauerhaft auch keine Milizen mehr und die Anzahl der Militäraspiranten liegt höchstens bei 10% der Stadtbewohner.


